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"Zehn Mythen der Krise"

Heiner Flassbeck: Zehn Mythen der Krise

Am 23. Januar ist mein neues Buch erschienen:

„Zehn Mythen der Krise“.

Die Turbulenzen um Banken, Staatsschulden und den Euro verwirren Politiker, Journalisten und Bürger – es hat den Anschein, als sei Hysterie ein Rohstoff der Kasinoökonomie. Dabei sind viele Mythen in Umlauf: Wird Deutschland zum Zahlmeister Europas? Leben wir wirklich über unsere Verhältnisse? Oder hat die Krise ganz andere, komplexere Ursachen? In meinem neuen Buch werfe ich einen anderen und provokanten Blick auf das ökonomische Desaster, das Europa derzeit in Atem hält.

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Herrschende Irrlehre


Warum gelingt es auch im vierten Jahr nicht, die Krise der Weltwirtschaft, die mit der Krise der Finanzwirtschaft 2008 begann, zu überwinden? Die Antwort ist einfach: Die Krise ist vor allem eine Krise der ökonomischen Theorie und diese hat sich einer radikalen Veränderung bis jetzt verweigert. Die Politik ist nur das Opfer der ökonomischen Mythen und Dogmen. Nehmen wir ein einfaches, ja, das einfachste Beispiel: Kaum hatte die Krise der Finanzmärkte begonnen, waren die meisten Ökonomen fest davon überzeugt, dass das „billige Geld“ der amerikanischen Zentralbank die Krise verursacht hatte. Als die Krise jedoch in voller Stärke ausbrach, machten fast alle Zentralbanken der Welt das Geld noch billiger. Wie aber kann ein Faktor, der für die Krise verantwortlich ist, auch gleichzeitig der entscheidende Schritt zu ihrer Lösung sein?...

A German end to the Euro vision


nce upon a time European leaders believed in a step-by-step approach of European integration. Each step would bring Europe closer to the target of closely related but still independent states. According to this vision states would be willing to relinquish more and more of their independence, in order to gain advantages of peace, global strength through political cooperation and economic strength as a result of a big common market. In this approach, the creation of a monetary union was just one of these consecutive and unavoidable steps on the path to strengthen political cooperation and to complete the common market with its indisputable advantages for all European citizens....

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Geld durch die Hintertür


Dieser Tage ist wieder einmal das interessante Phänomen zu beobachten, wie die Politik sich nicht nur in die eigene Tasche lügen, sondern sich dabei auch noch in den eigenen Fuß schießen kann. Bekanntlich ist die Bundesregierung ja strikt gegen einen direkten Ankauf von Staatspapieren durch die Europäische Notenbank (EZB), weil sie fürchtet, die auf diese Weise finanzierten Länder könnten in den alten Schlendrian verfallen und weiter lustig Schulden machen. Dagegen setzt man auf die „Disziplin der Märkte“, die mit hohen Zinsen den Druck auf die südeuropäischen Regierungen aufrechterhält....

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Am deutschen Wesen...


Wenn jemand eine Entscheidung trifft, sollte er auch dafür einstehen. Kompetenz und Haftung, sagte man in den guten alten Zeiten, gehören zusammen. Das ist heute nicht mehr so, jedenfalls nicht überall und insbesondere nicht in Europa. So fragt man sich beispielsweise, wer alles zurücktritt, wenn ein europäischer Gipfel im Dezember 2011 erklärt, die monatelange Diskussion um einen „Schuldenschnitt“ für Griechenland sei falsch gewesen, weil man damit die Märkte verunsichert habe....

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On the brink: fiscal austerity threatens a global recession


Due to sluggish private demand, several advanced economies are hovering on the brink of a second bout of recession. Yet, in many of these countries political attention has turned to ways to cut fiscal deficits and reduce the domestic public debt. This has created a dangerous accumulation of risks for the world economy. The private sector can only successfully deleverage (i.e., reduce its debt) if someone else is willing to take on higher debt and support demand. If the private and the public sectors try to deleverage simultaneously, they must either find debtors elsewhere, or the economy will tailspin into a depression. As the developing world is both unable and unwilling to accept the role of debtor of last resort, dangerous pressures are building up. Unless there is a rapid policy....